Ich bin dabei, die vier „P’s“ von Marketing genauer anzuschauen und insbesondere aufzuzeigen, wie eine Non-Profit-Organisation mit Hilfe der 4 P’s ihre Arbeit verbessern kann. Im letzten Blog habe ich über „Produkt“ und „Place“ geschrieben. Dieses Mal sind „Preis“ und „Promotion“ an der Reihe.

Noch einmal zur Erinnerung: „Marketing ist ein Prozess, der Kommunikation beinhalten kann aber mit dem spezifischen Zweck, das Verhalten von einem anderen zu beeinflussen […] das Endziel ist nicht Überzeugung an sich, sondern das Handeln des Zielpublikums. Die Auswertung von Marketing Maßnahmen muss daher auf Basis der Messung von Handeln erfolgen […] Die vier Schlüsselkomponenten – Produkt, Place (Erfüllungsort), Promotion und Preis – werden die 4 P’s vom Marketing genannt. In Kombination werden sie auch Marketing-Mix genannt.“ (M.J.Worth: Nonprofit Management)

Als Non-Profit-Organisation (NPO) denkt man schnell, dass der „Preis“ keine Rolle spielt. Oder Sie denken, klar – hier geht es um Spenden. In beiden Fällen ist das aber falsch gedacht. Im letzten Blog haben wir gesehen, dass Ihr „Produkt“ einiges sein kann, zum Beispiel Informationen. Ihre Information ist wahrscheinlich kostenlos im Internet abzurufen, aber Ihre Freunde zahlen dennoch ein „Preis“ – in Form von Zeitaufwand für das Suchen, Lesen und Verstehen. Das heisst, ihre Freunde sitzen vor dem Computer, recherchieren im Internet, um die richtige Information zu finden, die sie dann auch noch lesen und verstehen müssen. Es geht hier nicht um einen Geldbetrag, aber Zeit ist auch ein „Preis“ – und spielt dementsprechend auch eine wichtige Rolle. Ist der „Preis“ zu hoch, werden Unterstützer abspringen. Es kommt beispielsweise immer wieder vor, dass jemand für etwas spenden will, aber der Vorgang zum Spenden ist so kompliziert, dass er einfach aufgibt. Der „Preis“ (eine zu komplizierte Spendenseite) ist zu hoch, weil die Leute nicht spenden können, obwohl sie wollen.
Oder vielleicht bieten Sie eine Suppenküche für Obdachlosen an. Eine tolle Sache, denn die Suppe ist kostenlos. Aber der Weg zu Ihrem Gemeindehaus, wo die Suppe serviert wird, ist zu umständlich und kaum jemand kommt. Der „Preis“ ist zu hoch.

Was kostet Ihr „Produkt“ – und ich meine damit nicht einen Geldbetrag? Es wird Ihrer NPO gut tun, wenn Sie einmal darüber nachdenken, denn Ihr „Produkt“ hat einen Wert. Sie werden überrascht sein, was Ihnen dabei alles auffällt, wenn Sie die Tätigkeiten Ihrer Organisation aus dem „Produkt“-Blickwinkel betrachten.

Ich merke schon, dass dieser Blog definitiv zu lang werden wird, wenn ich noch weiter und mehr über „Promotion“ schreibe. Wenn Sie hier zu viel zu lesen haben werden Sie mir auch sagen: „Der ‚Preis’ ist zu hoch.“ Also werde ich beim nächsten Mal über Promotion schreiben.

Mit den bisherigen 3 P’s (Produkt, Place und Preis) haben Sie schon einen sehr guten Ausgangspunkt, welche wirksamen Entscheidungen Sie für Ihre „Promotion“ treffen könnten. Folgen Sie mir auf Facebook und Sie werden den nächsten Teil nicht verpassen.

All the Best;