Ich habe in einem früheren Blog angekündigt, dass ich die vier „P’s“ des Marketings genauer anschauen werde und hier insbesondere aufzeigen möchte, wie eine Non-Profit-Organisation (NPO) mit Hilfe der 4 P’s ihre Arbeit verbessern kann.
 

Noch mal zur Erinnerung: „Marketing ist ein Prozess, der Kommunikation beinhalten kann aber mit dem spezifischen Zweck, das Verhalten von einem anderen zu beeinflussen […] das Endziel ist nicht Überzeugung an sich, sondern das Handeln des Zielpublikums. Die Auswertung von Marketing Maßnahmen muss daher auf Basis der Messung von Handeln erfolgen […] Die vier Schlüsselkomponenten – Produkt, Place (Erfüllungsort), Promotion und Preis – werden die 4 P’s vom Marketing genannt. In Kombination werden sie auch Marketing-Mix genannt.“ (M.J.Worth: Nonprofit Management)
 

Also, wovon reden wir denn bei eine NPO, wenn es um „Produkt“ und „Place“ geht. Bei vielen Organisationen ist das „Produkt“ ein anderes, immer auf die unterschiedlichen Wirkungskreise ausgelegt. Für Ihre Unterstützer ist das „Produkt“ oftmals eine Information. Die Unterstützer sehen Ihr Werk als Quelle für glaubwürdige, aktuelle Information zu einem Thema an, das sie so interessiert, dass sie spenden wollen. Wie können Sie dieses „Produkt“ nun am Besten verpacken? Wie sollen die Unterstützer die Information bekommen? Vielleicht machen Sie einen Newsletter oder eine Broschüre und verschicken so die Information direkt an Ihre Gönner. Vielleicht ist die Information auch Online, damit sie immer vorhanden und mit der Such-Funktion auffindbar ist. Oder vielleicht haben Sie ein besonders aktives Social-Media-Netzwerk und posten Ihre Informationen auf Facebook. Wichtig für Ihre Marketingüberlegungen ist, dass Sie bewusst darüber nachdenken, was am Besten zu Ihren Freunden und Unterstützer passt. Mit dem Wissen können Sie Ihr „Produkt“ attraktiv machen!
 

Wenn wir bei der „Produkt“-Information bleiben, folgt die nächste Frage: Die Frage nach dem „Place“. Wo bekommen Ihre Freunde und Unterstützer die Information her? Bekommen sie diese über einen Newsletter, eine Zeitschrift oder eine Broschüre direkt nach Hause? Oder verschicken Sie einmal in der Woche eine E-Mail an eine geschäftliche Adresse? Wo wird die Information gelesen? Vielleicht nur flüchtig, bei der Durchsicht der Post? Oder liegt Ihre Zeitschrift sogar an einem stillen Örtchen und wird öfters zu Hand genommen?
 

Solche Überlegungen sind für Ihre Arbeit sehr wichtig. Die Antworten auf solche Fragen können Ihnen helfen, bessere Entscheidungen für die Zukunft zu treffen. Vielleicht merken Sie einfach, dass  die Zeit gekommen ist, Ihre Information anders zu verpacken und auf eine andere Art und Weise zugänglich zu machen.
 

Natürlich gelten die gleichen Überlegungen und Prinzipien auch bei anderen „Produkten“. Ob es nun um eine Dienstleistung, eine Interessensgruppe, eine Patenschaft oder etwas anderes geht: Sie sollten sich immer im Klaren darüber sein, was genau Ihr „Produkt“ ist und was für eine Leistung / Information Ihr „Produkt“ erbringen soll.
 

Demnächst werde ich noch über „Preis“ und „Promotion“ schreiben. Bleiben Sie treu und folgen Sie mir auf Facebook … damit mein „Produkt“ auch bei Ihnen gut ankommt.

All the Best;